Freescale eröffnet Embedded-Kunden die Möglichkeit zur Lizenzierung der ColdFire® Mikrocontroller-Architektur

Neues Technologielizenzierungsprogramm mit IPextreme sorgt für ein Mehr an Flexibilität bei der Entwicklung von Embedded-Anwendungen

MÜNCHEN (Electronica) – 14. November 2006 – Um für Industriekunden den Zugang zu einer der beliebtesten 32-Bit Mikrocontroller-Architekturen (MCU) auf eine breitere Basis zu stellen, hat Freescale Semiconductor (NYSE:FSL, FSL.B) ein Lizenzierungsprogramm für ColdFire® ins Leben gerufen, das sich an Embedded-Entwickler wendet. Mit der Lizenzierung der ColdFire-Technologie erschließen sich Kunden neue Freiheitsgrade in der Entwicklung mit einer bewährten Technologie, deren Evolution nahezu drei Jahrzehnte überspannt.

Der V2 ColdFire-Kern kann ab sofort über die auf Halbleiter-IP (Intellectual Property) spezialisierte IPextreme Inc. lizenziert werden.Insbesondere will IPextreme SoC-Entwicklern (System-on-Chip), die einen ColdFire-Kern zusammen mit anderen Funktionen auf einen Chip integrieren möchten, mit der Vermarktung, Lizenzierung und technischen Unterstützung des V2 ColdFire-Kerns dabei helfen, Zeit und Geld zu sparen. Freescale plant, 2007 und in den folgenden Jahren weitere ColdFire-Kerne ins Lizenzierungsprogramm aufzunehmen.

“ColdFire ist im Embedded-Markt bestens etabliert, und wir freuen uns, die Architektur im Rahmen unseres IP-Kommerzialisierungsprogramms einem breiteren Publikum zugänglich machen zu können,” erklärte Warren Savage, CEO von IPextreme. “Jetzt können SoC-Entwickler mit Freescale und IPextreme arbeiten, wenn es gilt, auf ColdFire-Mikrocontrollerkerne und andere Funktionsmodule zuzugreifen und diese in Silizium zu gießen, um so die Marktreife schneller zu erreichen und die Kosten und Komplexität von Systemen zu reduzieren.”

Durch den Kauf einer Lizenz für den V2 ColdFire-Kern können die Hersteller von hochvolumigen Embedded-Systemen ihre eigenen, Strom sparenden, gleichzeitig aber hoch integrierten 32-Bit ASIC-Lösungen (Application-Specific Integrated Circuit) realisieren, die aus einer Kombination eines ColdFire-Kerns mit unternehmenseigenen Technologien bestehen. Auf ColdFire-Kernen basierende ASICs lassen sich rasch und kosteneffizient realisieren, um damit neue Marktchancen zu adressieren, die innovative, maßgeschneiderte Mikrocontrollerkonzepte voraussetzen.

“Erstmals in der 27-jährigen Geschichte der Architektur ist es möglich, ColdFire-Kerne zu lizenzieren, und damit verfügen Embedded-Entwickler für ihre ASICs über zusätzliche Alternativen und ein höheres Maß an Flexibilität,” erklärte Tony Massimini, Technologieverantwortlicher der Semico Research Corporation. “Das von Freescale und IPextreme ins Leben gerufene Lizenzierungsprogramm wird auch dazu beitragen, die Präsenz der ColdFire-Architektur in Embedded-Steuerungen zu steigern und die Supportlandschaft für die Architektur mit Hilfe von Drittfirmen noch weiter auszubauen.”

“Das Programm zur ColdFire-Lizenzierung ist ein wichtiger Meilenstein auf der Roadmap unseres Controller Continuums, denn damit verbreitern und vertiefen wir unsere Marktdurchdringung bei 32-Bit-Steuerungen,” erklärte Mike McCourt, Vice President und General Manager der 'Microcontroller Division' im Hause Freescale. “Mit dem Lizenzierungsprogramm verfügen Kunden über maximale Freiheit und Flexibilität für die Entwicklung applikationsspezifischer Lösungen für Steuerungs-, Netzwerk- und Sicherheitsprojekte.”

Der auf einer speicherkonfigurierbaren, hierarchischen, zu 100 Prozent synthetisierbaren Architektur basierende V2 ColdFire-Kern ist insbesondere für die Wiederverwendbarkeit von Software und eine reibungslose Integration in Kundenprojekte konzipiert. Auf dem V2-Kern basierende ASIC-Designs sind zu allen  ColdFire-Standardprodukten softwarekompatibel, und alle V2-basierten Bausteine verhalten sich zykluskonform.

Dem Kern, der sich bei einer Realisierung in 130 nm-Technologie mit bis zu 166 MHz takten lässt, liegt eine so genannte Variable-Length RISC-Architektur zugrunde - die einzelnen Befehle können eine Länge von 16, 32 oder sogar 48 Bit aufweisen. Alle Embedded-Controller der ColdFire-Familie werden durch erstklassige Entwicklungstools unterstützt, beispielsweise durch die CodeWarrior® Softwaresuite und Profitools von Freescales Partnerfirmen wie Accelerated Technology, ARC, Green Hills und Wind River Systems.

Lizenzierungsmöglichkeiten
IPextreme wendet sich mit der Vermarktung, Lizenzierung und technischen Unterstützung des V2 ColdFire-Kerns an SoC-Entwickler (System-on-Chip), die den Kern zusammen mit anderen Funktionen auf einem Chip integrieren möchten. Um Entwicklern dabei zu helfen, ihre Projekte noch schneller zur Marktreife zu führen, bietet IPextreme eine Standardproduktplattform (SPP) mit V2-Kern an. Die SPP beinhaltet eine ganze Reihe von ausgereiften und in der Praxis bewährten Peripheriefunktionen, die auf einfache Weise zum Bau auch großer und komplexer Systeme verwendet werden können.

Um weitere Informationen zum ColdFire-Lizenzierungsprogramm zu erhalten oder eine Lizenz für den V2 ColdFire-Kern von IPexteme zu beziehen, besuchen Sie uns bitte unter http://www.freescale.com/files/pr/coldfirelicensing.html.

Die 68K/ColdFire-Architektur in der Embedded-Welt
Die Geschichte der ColdFire-Architektur geht auf die in Ehren ergraute Freescale Instruction-Set-Architektur (ISA) zurück, die in den späten 70er Jahren entwickelt wurde und für Computer- und Embedded-Projekte äußerst beliebt war. Freescale hat die 68K ISA für die Embedded-Welt optimiert und 1996 mit der ColdFire-Architektur ein RISC-basiertes 68K-Subset - speziell für Embedded-Anwendungen - auf den Markt gebracht.

Bis heute hat Freescale mehr als eine halbe Milliarde 68K ColdFire-basierte Bausteine ausgeliefert. Die aus der 68K-Familie hervorgegangene ColdFire-Architektur umfasst leistungsstarke Prozessorkerne, die sich durch erstklassige Codedichte und eine Vielfalt von kommunikationsorientierten Peripheriefunktionen auszeichnen. Durch die Tatsache, dass sie Befehle mit variabler Länge unterstützt (16-, 32- oder 48-Bit lang), ermöglicht die ColdFire-Architektur eine höhere Codedichte als herkömmliche 32- und 64-Bit RISC-Prozessoren. Eine effizientere Nutzung des auf dem Chip integrierten Speichers macht sich in geringeren Ansprüchen in Bezug auf Busbandbreite und externen Speicher bemerkbar, was zu einer Kostensenkung auf Systemebene führt.

Nach wie vor setzen ColdFire-MCUs Maßstäbe in der Embedded-Branche - von Automatisierungssystemen in der Industrie über Tintenstrahldrucker bis hin zu MP3-Playern - auf dem Chip sind genau die Funktionen integriert, mit denen sich die speziellen Anforderungen von Embedded-Projekten abdecken lassen. Als der Markt nach einem Mehr an Konnektivität verlangte, hat Freescale darauf mit einer Vielzahl von Schnittstellenoptionen für die ColdFire-Familie reagiert, darunter 10/100 Ethernet, USB 2.0, PCI, CAN und andere serielle Schnittstellen. Als komplexe Echtzeitsteuerungsfunktionen für Industrieprojekte angesagt waren, hat Freescale eine eTPU (enhanced Time Processing Unit) auf seinen ColdFire-Produkten integriert. Und als der Markt schließlich neuartige Sicherheitsfunktionen benötigte, hat Freescale Kryptographiebeschleuniger als optionale Module auf den ColdFire-Bausteinen angeboten.

Das Controller Continuum
Das von Freescale im ersten Quartal 2006 ins Leben gerufene Controller Continuum des Unternehmens für Konsumelektronik- und Industrieprojekte beschreibt eine Roadmap für 8- bis 32-Bit-Bausteine, die zueinander pinkompatibel sind und auf die gleichen Peripheriefunktionen und Entwicklungstools zurückgreifen. Die 8-Bit Mikrocontroller der RS08KA-Familie bilden den Einstiegspunkt am unteren Ende des Controller Continuums, während der vor kurzem angekündigte V1 ColdFire-Kern den ersten Schritt hin zu einer Pinkompatibilität zwischen 8-Bit und 32-Bit Mikrocontrollern darstellt.

Die IPextreme Inc.
IPextreme versorgt System-on-Chip-Entwickler in Konsum- und Automobilelektronik auf der ganzen Welt mit hochwertigem IP (Intellectual Property) von großen Halbleiterunternehmen. Durch die Tatsache, dass sich die Produkte bereits in Silizium bewährt haben und in einem prozess- und EDA-unabhängigen neutralen Format angeboten werden, kann sie ein breiter Kundenkreis risikolos einsetzen. Unser Team verfügt über jahrzehntelange Erfahrung bei Entwicklung, Gehäusetechnologie, Lizenzierung und Unterstützung von IP und bietet Halbleiterunternehmen eine ganzheitliche Geschäftsstrategie an, wenn es darum geht, ihr internes IP-Portfolio strategisch zur Umsatzsteigerung einzusetzen. IPextreme unterhält Büros in Campbell, Kalifornien, München, Deutschland, und Tokio, Japan. www.ip-extreme.com.

Freescale Semiconductor  
Die Freescale Semiconductor Inc. (NYSE:FSL, FSL.B) ist ein weltweit bei Entwicklung und Herstellung von integrierten Halbleitern für Automobiltechnik, Konsumelektronik, Industrieanwendungen, Netzwerktechnik und drahtlose Kommunikation führendes Unternehmen. Im Juli 2004 erfolgte Freescales Börsengang. Das Unternehmen ist in Austin, Texas, beheimatet und koordiniert von dort aus Entwicklungs-, Fertigungs- und Vertriebsaktivitäten in mehr als 30 Ländern. Mit einem Umsatz von USD$ 5,8 Milliarden im Jahr 2005 ist die im S&P 500® notierte Freescale eines der größten Halbleiterunternehmen der Welt.    
www.freescale.com.

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